Polizeigewalt aus Sicht der Betroffenen


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Polizeigewalt aus Sicht der Betroffenen

Einreichung
CC BY-NC 2.0_Tim Wagner

Vorstellung der Studie zu Körperverletzung im Amt

Ob im Kontext von Demonstrationen oder Fußballspielen, bei Razzien in Geflüchtetenunterkünften oder während spontaner Personenkontrollen: Körperverletzung im Amt bzw. Polizeigewalt ist ein wenig beachtetes gesellschaftliches Problem. In den amtlichen Statistiken tauchen nur wenige solcher Fälle auf; bei einem Großteil davon wird das Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaften eingestellt. Zumeist wird das Phänomen aufgrund verschiedener Faktoren – von einer unkritischen Übernahme der Polizeisichtweise in der Öffentlichkeit bis hin zur fehlenden Identifizierbarkeit der Täter*innen – oft bagatellisiert oder als Einzelfall abgetan.

Es gibt zudem kaum Forschung zum Thema: welche Personen in welchen Situationen auf welche Weise von übermäßiger Polizeigewalt betroffen sind, ist daher weitestgehend unbekannt. Die Studie „KviAPol – Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamt*innen“ unter Leitung von Prof. Dr. Tobias Singelnstein untersucht nun erstmals für Deutschland Hell- und Dunkelfeld übermäßiger polizeilicher Gewaltanwendungen.

Laila Abdul-Rahman und Hannah Espín Grau sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen im Forschungsprojekt KviAPol an der Ruhr-Universität Bochum. Sie werden im Vortrag die Zwischenergebnisse der Studie vorstellen, die bereits für breite öffentliche Aufregung sorgten. Im Anschluss wird Michèle Winkler vom Komitee für Grundrechte und Demokratie die Bedeutung der Studie vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen einordnen. Anschließend gibt es Zeit für Fragen und Diskussion.

Wann: Dienstag, 28. Januar 2020 – Beginn 18h30

Wo: Alte Feuerwache Köln, Raum: Großes Forum

Es empfiehlt sich die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da es kaum Parkplätze in der Umgebung der Alten Feuerwache gibt.


Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.
Aquinostraße 7 – 11, 50670 Köln, t 0221 972 69 30
info@grundrechtekomitee.de, www.grundrechtekomitee.de