„Im Namen der Sicherheit?“ – Kritische Perspektiven auf Polizeiarbeit


Termin Details


Freitag, 15. Februar 2019, 18:30 Uhr
Alte Feuerwache, Köln

Vorabend-Veranstaltung zum Ratschlag

Referent:
Daniel Loick – Humboldt-Universität Berlin

„Die Polizei ist für einige Menschen „Freund und Helfer“, andere erleben sie im täglichen Leben als Institution, die unterdrückt, vertreibt oder schikaniert. Im Zuge wachsender gesellschaftlicher Spannungen wird dieser Aspekt immer offensichtlicher.“ – So beginnt die Buchbeschreibung des Sammelbandes Kritik der Polizei, der kürzlich von Daniel Loick herausgegeben wurde.

Aber was ist Polizeikritik?
Inspiriert u.a. vom radikalen Aktivismus der Black Lives Matter-Bewegung stellt der Vortrag verschiedene Facetten zeitgenössischer Polizeikritik vor. Dabei geht es insbesondere um die Polizei als strukturelles Risiko für die Demokratie, als Unsicherheitsfaktor und als problematisches Subjektivierungsregime. Abschließend werden reformistische und abolitionistische Alternativen diskutiert. Eine radikale Demokratisierung der gesellschaftlichen Verhältnisse, so der Vorschlag, kann dazu beitragen, Gewalt als Medium der Konfliktschlichtung mehr und mehr zurückzudrängen.

Daniel Loick ist Privatdozent am Institut für Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt und im Wintersemester 2018/19 Fellow am Center for Humanities and Social Change an der HU Berlin.

Seine Arbeit verortet sich an der Schnittstelle von Philosophie, politischer Theorie und Sozialtheorie. Er beschäftigt sich insbesondere mit der Entwicklung einer kritischen Theorie des Rechts und der Staatsgewalt sowie mit Politiken der Lebensform. Im Dezember 2018 erschien der von ihm herausgegebene Sammelband Kritik der Polizei, mit Beiträgen von Giorgio Agamben, Ban! Racial Profiling, Bernd Belina, Rafael Behr, Melanie Brazzell, Kendra Briken, Didier Fassin, Michel Foucault, Sally Hadden, INCITE!/Critical Resistance, Anna Kern, Jenny Künkel, Mark Neocleous, Max Pichl, Vanessa Thompson und Kristian Williams.

Veranstaltungsort
Bürgerzentrum Alte Feuerwache e.V.
Melchiorstraße 3, 50670 Köln
Raum: Großes Forum
www.altefeuerwachekoeln.de

Es empfiehlt sich die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da es kaum Parkplätze in der Umgebung der Alten Feuerwache gibt.

Die Veranstaltung steht im Kontext des Ratschlags „Im Namen der Sicherheit?“ – Autoritärer Staat und Perspektiven der Gegenwehr am Samstag, 16.02. in Köln, Alte Feuerwache.

Facebook: https://www.facebook.com/events/2179970465554498/

Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.
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